Das Dorf Porto Azzurro


Komune von 3100 Einwohnern, 15 km von Portoferraio entfernt, liegt Porto Azzurro in dem schützenden Mola Golf, schon seit dem Altertum ein natürlicher Schutz auf den Meeresstrassen des thyrrenischen Meeres.

Porto Azzurro - © Archivio Franco Boschian Porto Azzurro - © Archivio Franco Boschian


Porto Azzurro ist der neue Name von Portolongone, einem kleinen Dorf am Fuss der Halbinsel anf dessen Spitze die Longone Festung (auch S.Giacomo genannt) liegt, die 1563 von Philipp II von Spanien in Sternform errichtet wurde und die seht an die Festung von Antwerpen einnert.

Jahrhundertelang von den Sarazenen geplagt, wurde Portolongone von allen europäischen Mächten erobert. Zuerst die Spanier, dann die Franzosen und dann wieder die Spanier, von 1759 bis 1802 stand die Stadt unter der Herrschaft des Königtums von Neapel, bis dann die ganze Insel, unter der Herrschaft von Napoleon, den Franzosen gehörte. 1815, nach dem Fall des Kaisers wurde die Stadt dem Grossherzogtum der Toskana zugestellt und dies bis zur Vereinigung Italiens.

All diese Ereignisse haben Spuren hinterlassen: die spanische Festung San Giacomo, heute ein Gefängnis, und die Festung Forte Forardo, die das Verteidigungssystem des Mola Golfes darstelleten, die Kirche Madonna di Monserrato, von einem spanischen Gouverneur erbaut und deren Name von einer berühmten Kirche in der Nähe von Barcelona kommt und die spanische Kirche mit der Marmorstatur des Generals Diego D'Alarçon.

Porto Azzurro - © Archivio Franco Boschian Porto Azzurro - © Archivio Franco Boschian


Die kleine Stadt von Porto Azzurro ist malerisch, mit steilen engen Gassen, steinernen Häuserfronten, herrlichen kleinen Ecken und Plätzen und der grossen 'Piazza' der sich im Wasser des Hafenbeckens spiegelt.

Von Porto Azzurro aus sollte man einen Ausflug zum Terranera See machen, nur durch einen engen Strand vom Meer getrennt sowie zur 'Kleinen Mine' (Piccola Miniera), ein genauer Nachbau einer Eisenminengalerie die man mit einem kleinen Zug durchfährt.

Um Porto Azzurro herum, ausser dem Tourismus, findet man noch heute eine intensive Landwirtschaft (Früchte, Gemüse und Wein) und man kann in den Tälern von Mola, Montserrato und Reale die bebauten Felder bewundern.
Markttag : Samstag.